Bürgerladen Ippinghausen

Wie kann die Nahversorgung im ländlichen Raum so gesichert werden, dass er ein attraktiver Raum zum Leben und Arbeiten bleibt?

 

Mit dieser Frage beschäftigte man sich in Ippinghausen Anfang der 90er Jahre, nachdem der letzte Lebensmittelladen geschlossen hatte.

 

Ein Dorfladen oder auch Bürgerladen musste her. In kontroversen Diskussionen ging es in erster Linie um die Standortfrage. In der Sache selbst war man sich einig. Ein Gebäude wurde schließlich gefunden und den Bedürfnissen eines „Dorfladens für die Grundversorgung“ angepasst. Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) wurde gegründet und rund 200 Mitglieder traten der GbR mit jeweils einer Einlage von 200 DM bei.

 

Nach fast einjähriger Bauzeit, wurde das Projekt mit viel Eigenleistung der Ippinghäuser Bürger vollendet. Im November 1994 konnte der damals amtierende Ortsvorsteher Karl Keßler mit dem Bürgerladenteam die ersten Kunden begrüßen.

 

"Ziel ist, unser Dorf so attraktiv zu gestalten, dass die dort lebenden Menschen nicht wegziehen, sondern im Gegenteil auch junge Familien Lust bekommen, hier zu leben", so Keßler bei seiner Eröffnungsrede.

 

Dieses Motto gilt bis heute.